Schenken, wenn man nix schenken muss

Wir, mein Mann und ich, haben schon vor langer Zeit aufgehört uns an den üblichen Tagen etwas zu schenken. Weder am Hochzeitstag noch am Geburtstag, Weihnachten oder Ostern (letztere beide Tage haben für uns ohnehin keine Bedeutung) schenken wir uns was.
Das heißt aber nicht, dass wir uns nie was schenken. Wir schenken uns dann etwas, wenn uns gerade was Schenkenswürdiges über den Weg läuft, wenn der andere nicht dran denkt oder es sonst irgendwie gerade passt. Somit sind unsere Geschenke dann auch echte Überraschungen, weil unerwartet.

Captain America, von Marvel Universe Variant: Play Arts Kai Captain America by Square Enix, ist auch solch ein Geschenk, mit ihm hab ich meinen Mann heute überrascht :)

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Gib das schöne Händchen

„Gib das schöne Händchen“ hieß es immer, wenn ich statt der rechten die linke Hand zur Begrüßung reichen wollte. Und ich fragte mich immer „Ist das andere Händchen nicht genauso schön?“ und manchmal sagte ich auch trotzig: „Die andere Hand ist auch schön.“
So fing es an, das Umtrainieren auf die falsche, die rechte Hand. Ich bin linkshändig geboren und Anfang der 70er Jahre wurde ich eingeschult. Zu einer Zeit, wo es an vielen, zum Glück nicht mehr an allen, Schulen üblich war, linkshändige Kinder auf die Benutzung der rechten Hand zu trainieren.
Ich erinnere mich gut, wie oft mir die Bleistiftspitze brach, die völlig verkrampfte Hand schmerzte und wieviel Füllerfedern ich verbog. Meist saß ich nach Schulschluss noch allein im Klassenzimmer, um die Hausaufgabenliste abzumalen, von Schreiben konnte ja kaum die Rede sein. Manchmal kam mein Vater mich dann abholen, weil ich schon eine oder anderthalb Stunden überfällig war. Lehrkräften schien es egal zu sein, ob ich da noch lange saß, die waren ja einfach nach Hause gegangen, zum Mittagessen.
Handarbeit war für mich auch so ein Qual-Schulfach, so gelang es mir doch nie lockere Häkelmaschen zu häkeln und die Wolle beim Stricken zog sich so fest um die Nadel zu, dass man sie aufschneide musste, weil man die Nadel nicht mehr herausziehen konnte.
Meine Mutter versuchte mir in endloser Geduld beim Kartenspielen den Kartenfächer auf die linke Hand zu geben, es hat nie funktioniert. Die Karten verrutschten oder fielen mir einfach aus der Hand.
Irgendwann nahm ich die Karten dann in die rechte Hand und das funktionierte gut und niemand versuchte das zu korrigieren.
Schleife zu binden war für mich einfach, meine Oma saß mir beim Üben gegenüber und so spiegelbildlich passte das wieder zu meiner Linkshändigkeit.
Trotz zusätzlichen Schönschriftunterricht (wir mussten Sütterlin lernen), Schönschrift wurde in meiner Grundschule benotet, wurde meine Handschrift und die damit verbundene Note nicht besser. Auch heute noch zeigen meine Buchstaben innerhalb eines Wortes mal in die eine mal in die andere Richtung und das kleine Durckbuchstaben e schreibe ich grundsätzlich vom unteren Ende nach oben, also entgegen des eigentlichen Schreibflusses. Aber zum Glück gibt es ja Tastaturen und die Mouse, sofern nicht ergonomisch, kann man auf Linkshändigkeit umstellen.
Den Umgang mit Essbesteck hab ich auf Rechtshändigkeit gelernt, nunja, klappt recht gut und außer in einem Pirvathaushalt bekommt man wohl eher selten ein Messer für Linkshänder gereicht. Mit welcher Hand ich die Tür aufschließe, die Klinke betätige ist egal, geht mit beiden Händen gleich gut. Drehverschlüsse, ob Flasche oder Gurkenglas, die kann ich nur mit Links öffnen, mit Rechts fühlt es sich einfach falsch an.
An dieser Stelle, liebe Rechtshänder, macht doch einfach mal was mit Links, damit ihr eine Empathie für uns Linkshänder entwickelt, das wäre nett. :)
Ich habe Links- und Rechtshänderscheren im Haushalt, ich kann beide benutzen, mein Mann nur die Rechtshänderscheren. Man könnte jetzt meinen, dass das Drehen von Links auf Rechts in der Grundschulzeit doch eine positive Wirkung hat, immerhin kann ich mit beiden Händen einen Schraubendreher benutzen, Türen aufschließen etc., aber leider ist meine Feinmotorik sehr schlecht. Fliligrane Arbeiten wie z.B. Modellbau, das funktioniert bei mir einfach nicht. Egal wie sehr ich mich bemühe, ich kann keinen geraden Strich zeichnen und wenn ich mit der Hand schreiben soll, verkrampft sich meine rechte (falsche) Hand so sehr, dass sich auch gleich die Schulter mitverkrampft und das tut dann einfach weh.
Puh, der Text ist etwas länger geworden, daher hier ein paar Bilder, die verdeutlichen, dass Linkshänder in der Rechtshänderwelt doch das eine oder andere Problem haben, was Rechtshändern überhaupt nicht bewusst ist.

Die Küchenrolle, fürLinkshänder auf den Ständer gesetzt, damit man mit der linken Hand das Papier abrollen kann. Die Blümchen sind oben, der Designer hat sie sicherlich für den unteren Rand gedacht.
Ein kleiner Dauerkonflikt in unserem Haushalt, weil mein Mann Rechtshänder ist. Mir zu Liebe will er immer die Rolle für mich richtigherum auf den Ständer stecken, aber manchmal macht er es dann doch falsch herum.

Die gleiche Küchenrolle für Rechtshänder auf den Ständer gesetzt, der Rechtshänder zieht nach rechts das Papier weg, die Blümchen sind, wie der Designer es sich gedacht hat, am unteren Rand.

Glücklichereweise gibt es Sparschäler die von Links- und Rechtshänder verwendet werden können. :)



Ein Rechtshänderportemonnaie, wie ich es als Linkshänder benutzen würde.
Bei der Benutzung muss ich die Karten von unten einschieben, da ich das Portemonnaie in der rechte Hand halte und mit Links halt das Geld oder die Karten entnehme oder hineingebe.

Spielkarten sind nochmal ein Thema für sich. Während beim Skatblatt aus Deutschland die Symbole und Zahlen in allen vier Ecken zu sehen sind und damit linkshändertauglich, müssen wir bei anderen Spielkarten z.B. Pokerkarten oder auch UNO, die Karten immerwieder durchblättern, weil für uns die Symbole verdeckt sind.
Wir fächern mit der rechten Hand auf und geben und nehmen mit Links.

Hier ein paar bildliche Beispiele:
Pokern geht nicht

UNO geht auch nicht

Canasta bzw. Rommé geht…

Mir ist noch eingefallen, dass viele Dosenöffner nicht für Linkshänder geeignet sind, daher haben wir einfach einen elektrischen, der wird auf die Dose gesetzt und er dreht dann lustig eine Runde auf dem Deckel ;)

Nachtrag: 
Das Samsung Galaxy S8 ist für Linkshänder bestens geeignet, da der Fingersensor zum Entsperren auf der Rückseite rechts der Kamera ist und damit mit dem Zeigefinger der rechten Hand bestens zuerreichen ist. Smartphone hält man ja eh in der rechten Hand und bedient es mit Links, gelle :D

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Tolino – Origami Hülle

Ich hab mir einen neuen eBook-Reader gegönnt. Tolino Vision 4 HD.
Also eigentlich schon vor ca. drei Wochen. War mit der Hülle aber nicht so ganz zufrieden, die ich mir dazu gekauft hatte.
Gestern hab ich mich dann nach einer neuen Hülle umgesehen und bin dabei auf  die Origami-Hülle gestoßen.
Tja, das muss wohl endlich mal ein intelligenter Designer gewesen sein.
Die Bedienung der Hülle, ist einfacher als sie aussieht und sie funktioniert in drei Positionen, mehr braucht man auch nicht. Und hat man fertig gelesen, ist sie einfach nur wieder eine „Buchhülle“. Klasse.


So schauts aus, wenn ich, weitsichtig wie ich bin und ohne Lesebrille, ein Buch lese. :)
Der Abstand beträgt ungefähr 50cm zum Tolino. Und ja, ich lese gerade einen Sammelband von Stephen King. ;)

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Galae Rihanna Party 2017

Hach, war das ein Spaß, um es mal mit Kirk (leicht abgewandelt) zu sagen.
Das Wetter war zwar nicht ganz so spaßig, aber so ein bißchen Regen hat uns auch nicht davon abgehalten, ein ordentliches Lagerfeuer zu machen.
Spiele, lecker Essen und gute Getränke im Kreise lieber Freunde, wird aufjedenfall nächstes Jahr wiederholt.

Dieser Partygag durfte nicht fehlen…

Unsere liebe Karin hatte diese tolle Star Trek Torte mitgebracht. :)

Romulan Ale, lecker!

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Sonne – so wunderschön

Ich war am 1. Juni bei einem Workshop, veranstaltet vom Swiss Space Museum. Es ging um die Sonne und wie man das online tool Helioviewer benutzt, Bilder von den Satelliten in annähernder Echtzeit erhält und gar kleine Videos der Sonnenaktivitäten erstellt. Klingt erstmal sehr sachlich nüchtern, aber wenn man sich damit mehr befasst, dann wird einem erstmal die Schönheit unseres Zentralgestirns so richtig bewusst. Mit bloßem Auge betrachtet, was man zu Gunsten der Gesundheit auf keinen Fall machen solle, ist sie bloß ein grellweißer alles überstrahlender heller Fleck am Himmel. Gleißendes heißes Licht und morgens und abends taucht sie die Welt oftmals in tolle Farben von goldgelb bis tiefrot.  Ihr Licht läßt den Mond erstrahlen, bringt Blumen zum Blühen und den magnetischen Schutzschild unseres Planeten grün zu erglühen.
Aus dem All betrachtet ist sie nicht mehr so ganz grell weiß, nicht mehr ein makelloser weißer Fleck, sondern ein rotgelbglühender Feuerball, Plasmaausstöße bilden schöne Bögen, schießen ins All hinaus, erheblich heißer als die Oberfläche der Sonne selber.
Und genau das kann man sehen, wenn man sich die Bilder der Satelliten anschaut, Daten die für jedermann kostenlos zur Verfügung gestellt werden.
Für Fragen zum Thema oder auch für Fachsimpelei kann man sich jederzeit an die Astronomen vom www.raumschiff.org wenden.
An dieser Stelle herzlichen Dank an Hanna und André, mir hat es sehr gut gefallen.
Wärend des Workshops bekamen wir auch einen Terminkalender mit, auf dem Termine mit den interessantesten Sonnebildern vermerkt sind. Diesen Terminkalender habe ich, wie man sehen kann, eingescannt.
Also liebe Himmelsgucker, viel Spaß beim Sonneschauen. :)

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